Wissenstransfer in den antiken christlichen Apokryphen

Das Projekt untersucht anhand der apokryph gewordenen Literatur des Christentums, die bisher vor allem als stabiler Speicher intellektuell wenig anspruchsvoller ‚Volksfrömmigkeit‘ oder aber einer wilden Häretik angesehen wurde, in welcher Weise dort Wissensüberlieferungen integriert und transformiert werden. Im Mittelpunkt stehen die Veränderung von Wahrheits- und Geltungsansprüchen von Wissen bei der Überführung in neue Gattungszusammenhänge sowie die innere Dynamik des überlieferten Wissens selbst.

 

Publikationen

Christoph Markschies

(1) „Was wissen wir über den Sitz im Leben der apokryphen Evangelien?“, in: Jesus in den apokryphen Evangelienüberlieferungen. Beiträge zu außerkanonischen Jesusüberlieferungen aus verschiedenen Sprach- und Kulturtraditionen, hg. von J. Frey und J. Schröter, Tübingen 2010, S. 61–92 (Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 54).

(2) Kaiserzeitliche christliche Theologie und ihre Institutionen. Prolegomena zu einer Geschichte der antiken christlichen Theologie, Tübingen 2007.

(3) „Époques de la Recherche sur le canon du Nouveau Testament en Allemagne: Quelques remarques provisoires“, in: Le canon du Nouveau Testament. Regards nouveaux sur l’histoire de sa formation, hg. von G. Aragione, E. Junod und E. Norelli, Genf 2005, S. 11–34 (Le Monde de la Bible 54).

(4) „Neue Forschungen zur Kanonisierung des Neuen Testaments“, in: Apocrypha 12 (2001), S. 237–262.

(5) „’Neutestamentliche Apokryphen‘ – Bemerkungen zu Geschichte und Zukunft einer von Edgar Hennecke im Jahr 1904 begründeten Quellensammlung“, in: Apocrypha. Revue International des Littératures Apocryphes 9 (1998), S. 97–132.

(6) mit J. Schröter: Antike christliche Apokryphen, 7. Auflage der von Edgar Hennecke begründeten Sammlung, Bd. 1: Evangelien und Verwandtes, Tübingen 2011.

(7) „Wie vermitteln apokryph gewordene christliche Schriften Wissen? – ein Prospekt“, in: Th. Fuhrer/A. Renger (Hgg.), Performanz von Wissen, Heidelberg 2012.

(8) „Hohe Theologie und schlichte Frömmigkeit? Einige Beobachtungen zum Verhältnis von Theologie und Frömmigkeit in der Antike“, in: Volksglaube im antiken Christentum, hg. von H. Grieser und A. Merkt, Darmstadt 2009, S. 456–471.

(9) mit J. Schröter: Antike christliche Apokryphen, 7. Auflage der von Edgar Hennecke begründeten Sammlung, Bd. 3: Apokalypsen, Tübingen.

Sturz des Simon Magus, Kapitell aus der Kathedrale St. Lazare in Autun, Region Saône-et-Loire, Frankreich (ca. 12. Jh.).

 

 

Projektverantwortung
Christoph Markschies

Projektdauer
07/2012–06/2016

Projektträger
DFG

Mitarbeitende
Simon Danner
Emiliano Fiori
Stefanie Rabe (beurlaubt)
Mirjam Wulff

Link
sfb-episteme.de